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LADEgenius installieren

Installation und technische Beschreibung des LADEgenius und LADEgenius RT

1. Produktbeschreibung

LADEgenius ist die zentrale Steuereinheit für Ladeinfrastruktur von LADE sowie das Energiemanagement in Gebäuden. LADEgenius RT verfügt zusätzlich über die Möglichkeit zur direkten Strommessung am Hausanschluss.

Für internetbasierte Funktionen wie intelligentes Laden, Nutzerverwaltung, Abrechnung und Administration stellt LADEgenius eine Verbindung zur LADEcloud her. Dies erfolgt in der Regel über eine Ethernet-Verbindung. Sollte vor Ort kein Anschluss verfügbar sein, sind LTE-Router bei LADE als Zubehör erhältlich.

Kernfeatures:

  • Dynamisches Lastmanagement
  • Intelligentes Energie- und Lademanagement
  • Steuert bis zu 96 Ladepunkte
  • Smarte Ladefunktionen ohne zusätzliche Netzwerkinstallation

     

    1.1. Anschlüsse

    Oberseite

    G1 Anschluss Heizstab

    G2 Digitale Eingänge

    G3 USB-Anschluss

    G4 Digitale Ausgänge

    G5 RS485-Schnittstellen


     

    Front

    G6 SD-Card-Slot

    G7 Status-LEDs

    G8 Funktionsknopf

    G9 USB-Anschlüsse


     

     

    Unterseite

    G10 3,5-mm-Klinkenbuchsen für Klappwandler / Stromsensoren (CT) nur LADEgenius RT

    G11 Spannungsmessung (3 x 230 V)nur LADEgenius RT

    G12 RJ45-Buchse / Ethernet-Anschluss (DHCP)

    G13 1Wire (Temperaturmessung)

    G14 24V DC in

     

    1.2. Belegung der Klemmen

    RS485
    Stromsensoren / Klappwandler
    Spannungsmessung
    1Wire
    24 V DC in
     

    1.3. Cluster und Energiemanagement

    An jede RS485-Schnittstelle des LADEgenius können bis zu 16 Ladepunkte seriell (in Reihe) angeschlossen werden. Diese maximal 16 Ladepunkte werden als Cluster bezeichnet. Damit kann ein LADEgenius bis zu 6 x 16 Ladepunkte steuern. 

    Alternativ können RS485-Schnittstellen sowie die USB-Anschlüsse auch für die Kommunikation mit Wechselrichtern, stationären Speichern etc. genutzt werden.

     

    1.4. Dynamisches Lastmanagement

    LADEgenius kann den aktuellen Stromverbrauch des Gebäudes messen, um die Gesamtlast aller Ladepunkte dynamisch und intelligent anzupassen. Über Modbus können z.B. externe Zähler ausgelesen werden. LADEgenius RT verfügt zusätzlich über die Möglichkeit, den Strom am Hausanschluss direkt über Klappwandler zu messen. 

    Folgende Messvarianten stehen zur Verfügung:

    Klappwandler (LADEgenius RT)
    Messintervall: 4000 / sec
    Die Klappwandler messen den Strom direkt am Hausanschluss.
    Erhältlich in Messgrößen bis 100 A / 200 A / 400 A / 500 A (jeweils 1 % Genauigkeit) Kabellänge 1 Meter

    Modbus-Zähler
    Messintervall: 5 / sec
    Ein zusätzlicher Modbus-Zähler kann an einer der seriellen Schnittstellen des LADEgenius angeschlossen werden.

    Optischer Lesekopf (DIN EN 62056-21)
    Messintervall: alle 5 sec
    Ein vorhandener eHZ kann mit einem optischen Lesekopf ausgelesen werden. Dies dient primär Abrechnungszwecken, kann aber auch für die Strommessung genutzt werden. Bei Verwendung dieser Messvariante ist abzuklären, ob der vorhandene eHZ mit dem Lesekopf kompatibel ist. Möglicherweise ist auch eine Freischaltung des eHZ durch den Netzbetreiber nötig. Aus diesen Gründen wird für die Strommessung in der Regel eine der beiden anderen Varianten empfohlen.

     

    1.5. Weitere Anschlüsse

    Digitale Eingänge
    Das Gerät verfügt über vier digitale Eingänge [G1], über die der Status von potenzialfreien Relaiskontakten ausgelesen werden kann (z. B. für die Verarbeitung von Rundsteuersignalen oder Meldekontakten von externen Geräten). Die Eingänge können im LADEportal konfiguriert werden.

    Digitale Ausgänge
    Die Ausgänge können für die Steuerung von anderen Geräten verwendet werden, zum Beispiel eine Wärmepumpe.

    SD-Card
    Für das lokale Daten-Logging kann eine Micro-SD-Karte verwendet werden.

    1Wire
    An den 1Wire-Anschluss [G12] können Temperatursensoren zur Überwachung kritischer Stellen (z.B. Kabel) angeschlossen werden.

    USB-Anschlüsse
    An der Oberseite [G2] kann ein Erweiterungsmodul mit zusätzlichen RS485-Schnittstellen angeschlossen werden. An der Vorderseite [G8] können ein Infrarot-Lesekopf zur Strommessung sowie Speichermedien angeschlossen werden.

    ACHTUNG!

    Die USB-Anschlüsse dürfen nicht für das Laden oder die Stromversorgung von Geräten verwendet werden.

     

    1.6. Zubehör

    24-V-Netzteil
        15 W
        30 W

    1172
    1173
    Klappwandler
        100 A
        200 A
        400 A
        500 A

    1078
    1079
    1080
    1081
    MID-Stromzähler 100 A
        SDM54-MOD-MID
        SDM72D-M-MID V2

    1234
    7003
    LTE-Router mit 9-V-Netzstecker 1224

     

    2. Technische Daten

    Maße (H x B x T in mm, ohne Verbindungsstecker)

    90 x 176 x 65 (entspricht 10 TE)

    Schutzart

    IP20

    Montagemöglichkeit

    Hutschiene
    Optional im separaten Aufputz-Kasten lieferbar

    Umgebungstemperatur

    0 ... 50°C

    Luftfeuchtigkeit

    max. 95 % relative Luftfeuchtigkeit, nichtkondensierend

    Spannungsversorgung

    20-30 V DC SELV

    Ein- und Ausgänge

    • 4 x digitale Eingänge
    • 2 x digitale Ausgänge (Relay Output SSR), 30 V 100mA

      Schnittstellen

      • 6 x RS485
      • RJ45
      • 1Wire
      • 2 x USB
      • SD-Card-Slot

      Energiemessung

      • 3 x 3,5 mm Klinkenbuchse
      • 4 Eingänge (L1, L2, L3, N)

      Kommunikation LADEportal

      Ethernet

       

      3. Installation

      3.1. Installationsort

      LADEgenius wurde für den Einsatz in Innenräumen entwickelt. Das Gerät wird üblicherweise in einem Zählerschrank oder Elektroinstallationsraum installiert.

      Platzbedarf auf der Hutschiene: LADEgenius 10TE (175mm), Netzteil 2TE (35mm)

      Ist im Zählerschrank nicht genug Platz vorhanden, kann LADEgenius in einem separaten Aufputzverteiler bestellt werden.

      Der Installationsort ist abhängig von der gewählten Methode der Strommessung:

      • Klappwandler: Die Kabellänge der Klappwandler beträgt 1 Meter. LADEgenius wird in entsprechender Nähe zum Hausanschluss installiert.
      • Modbus-Stromzähler: LADEgenius kann max. 400 Meter vom Installationsort des Modbus-Zählers installiert werden.
      • USB-Lesekopf: Die Kabellänge des Lesekopfs beträgt 1 Meter. LADEgenius wird in entsprechender Nähe zum eHZ installiert.

        Die Klappwandler werden über 3,5mm-Klinkestecker mit dem LADEgenius verbunden. Es ist möglich diese Verbindung mit handelsüblichen Verlängerungen aus dem Audiobereich um bis zu 5m zu erweitern. Längere Verbindungen können zu Problemen bei der Messung führen.

        Schemazeichnung zur Installaton des Netzteils und der Messschnittstellen

        Ein Bild, das Screenshot, parallel, Drucker enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

         

        3.2. Montage

        Schritt 1 – Befestigung

        • Befestigen Sie LADEgenius und das zugehörige 24V-Netzteil auf einer Hutschiene im oder beim Hauptzählerschrank.
        • Verbinden sie die 24V+- ausgangsseitig mit dem 24V+- Anschluss [G13] am LADEgenius.

           

          ACHTUNG!

          Achten Sie auf die richtige Polarität. Eine fehlerhafte Verdrahtung kann das Gerät zerstören.

          ACHTUNG!

          Beachten Sie den phasengleichen Anschluss der Hilfsspannung.

           

          Schritt 2 – Internetzugang

          Variante 1: Ethernet

          • Verbinden Sie LADEgenius über die Buchse [G11] mit dem Router.

          Variante 2: LTE-Router

          • Installieren Sie den LTE-Router auf einer Hutschiene an einem Ort mit Netzempfang. Sollte es im Elektroraum keinen Netzempfang geben, kann der LTE-Router andernorts installiert und über ein LAN-Kabel mit LADEgenius verbunden werden. Die Wurfantenne darf nicht verlängert werden.
          • Die Stromversorgung erfolgt entweder über das Netzteil des LADEgenius mittels des Molex-Adapterkables oder über ein eigenes 9V-Netzteil.
          • Verbinden Sie den LTE-Router über ein RJ45 Cat5 Kabel mit der RJ45-Buchse [G9] am LADEgenius.

             

            Netzwerk-Ports freischalten

            Für den fehlerfreien Betrieb muss LADEgenius mit verschiedenen Servern kommunizieren können, z.B. der LADEcloud.

            In den meisten Netzwerken werden nur eingehende Verbindungen eingeschränkt, keine ausgehende Kommunikation. Wenn keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen im Netzwerk getroffen wurden, ist nichts weiter für den Betrieb des LADEgenius zu konfigurieren. Es ist kein Portforwarding oder ähnliches notwendig.

            Sollte es bei der Inbetriebnahme des LADEgenius oder zu einem späteren Zeitpunkt zu Netzwerkproblemen kommen (z.B. dass LADEgenius im LADEportal als "offline" angezeigt wird), stellen Sie sicher, dass im Netzwerk folgende Ports für LADEgenius für eine ausgehende Kommunikation freigegeben sind:

            Port

            TCP

            UDP

            Protocol

            Notes

            123

            ✔️

            ✔️

            NTP

            Synchronisierung mit Zeit-Server

            443

            ✔️

            ✔️

            HTTPS

            Kommunikation mit Mender
            (Update-Service)

            8883

            ✔️

            ✔️

            Secure MQTT

            Kommunikation LADEcloud

            9000

            ✔️

            ✔️

            Mender Artifacts

            Mender Downloads (Update-Service)

             

            Schritt 3 – Strommessung Klappwandler (optional)

            Bringen Sie die Klappwandler am Hausanschluss vor dem ersten Lastabgang an und verbinden Sie diese mit den Klinkenbuchsen [G9] auf der Unterseite des LADEgenius.

            Schließen Sie die Messspannungen über eine Trennvorrichtung (Schalter oder Leistungsschalter) und eine Überstrom-Schutzeinrichtung (2-10A) in der Gebäudeinstallation an die Spannungsmesseingänge [G10] am LADEgenius an.

            (Siehe dazu auch die Schemazeichnung zur Installation des Netzteils und der Messschnittstellen weiter oben.)

            Pfeil der Klappwandler Richtung Last/Gebäude

             

            ACHTUNG!
            Beachten sie unbedingt den phasengleichen Anschluss der Hilfsspannung und des Klappwandlers an den einzelnen Phasen.

            Schritt 4 – Verkabelung Ladepunkte

            Für die Datenleitungen zu den Ladepunkten werden pro Cluster mindestens zwei Adern 0,6 mm², paarverseilt benötigt, idealerweise geschirmt. Empfohlen werden CAT 7-Kabel, entweder als Verlegekabel oder vorkonfektioniert mit RJ45-Steckern.

            Weitere Informationen zur Verkabelung von Ladepunkten finden Sie in der Betriebsanleitung des jeweiligen Produkts.